Full text: 400. Ausstellung - 45. Vereinsjahr ; Oesterreichischer Kunst-Verein in Wien

  
A  Ausstellungs-Gegenstände. 
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er AA: Canon Hans + in Wien, 
5 Oliver Cromwell an der Leiche des Königs Karl I. 
{ Oelgemälde 1... re ER KR ER  Pe . Verkäuflich. 
4 2. Kupka Franz in Wien, Quam ad cansam sumus? (Warum 
E sind wir erschaffen?) Oelgemälde...... 0. Verkänuflich. 
R Ein indischer Prinz, — so begimt der Künstler die Erklärung 
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‚seines Gemäldes, versammelte von Zeit zu Zeit die Weisen ‚seines 
Landes, um mit denselben sich wissenschaftlichen Studien hinzugeben, 
über. sichtbare und unsichtbare Dinge, über Natürgesetze und Er- 
kenntnissprobleme ihrem Rath zu verlangen. Die Gelehrten waren immer 
  
eigene Weisheit leuchten lassen wollte. 
Eines Tages schloss der Prinz die Versammlung mit den ge- 
bieterischen Worten: »Nün aber saget mir, warum ist das Alles über- 
haupt? Warum ist die Welt? Warum ist der Mensch erschaffen«? 
Die früher so,gesprächigen Weisen. geriethen‘ ob dieser über- 
raschenden Frage anfänglich in Verlegenheit, dann aber noch mehr iM 
Streit als sonst; sie traten von den verschiedensten Standpunkten der 
peinlichen Frage näher, indem die Einen das erwogen, was im Menschen 
dem Thiere angehört, die Anderen, was im Menschen dem Engel an- 
gehört; wie sollten sie nun zusammentreffen können? Sie‘ wurden zum 
ersten Male einig — im Schweigen, Von num an bildete dem Schluss 
jeder Versammlüng‘ diese gebieterische Fräge des Prinzen, welche von 
dem hilflosen‘ Gelehrten jedes. Mal unbeantwortet blieb und ihnen 
endlich so schrecklich wie eine leibhaftige Sphinx erschien, so dass sie 
das dunkle Ungeheuer des Welträthsels Tag‘ und Nacht vor sich‘ salien, 
wie es’ seine‘ Fittige weit ausbreitete, um das rosige Licht der Er- 
kenntniss, sobald es’ aus schweren‘ Wolken hervorzudringen schien, wieder 
zu verdecken. 
  
sehr gesprächig, konnten sich aber selten einigen, da jeder nur Seine 
  
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