Full text: Carl Schuch

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o □ Und doch ist all dies niemals Farbenlärm. Stets Harmonie. □ o 
o □ Manche seiner Malereien sind voll einer grimmigen, feurigen Schärfe, o 
o die schier sengend die Netzhaut berührt. Eine seltsam verdämpfte o 
g Glut aber ist in den Farben all seiner Bilder. Sie leuchten gleichsam von o 
o innen heraus. Die Glut wird zum sichtbaren Knistern, das aus allen o 
o Dunkelheiten bricht, die Farben zermürbt, zerbröselt und die Blüten o 
o überschimmert mit einem farbigen Anhauch. Im Verlaufe der Zeit o 
o hat sich die Farbe krustig verharscht und verwachsen zu einem ent* o 
o zückenden Email. □ o 
o □ Das erstaunlichste aber ist sein leuchtendes Schwarz. Ein feiner o 
o Wiener Meister der Farbe, dem ich die Malereien Schuchs zeigte, o 
o hat sich gegen das viele Schwarz auf Schuchs Bildern geäußert. Dieses o 
o Schwarz ist aber kein gewöhnliches Schwarz, in diesem wunderlich o 
o bald aus Drückern, Fleckerln und Lappen gedrieselten, bald salbig o 
o verstrichenen Schwarz glost es. Einmal ist es samtig weich, dann o 
o wieder wie alt angelaufenes Silber mit blonden Reflexen; zuweilen o 
o fließt seine Farbe hin wie zischender Purpursud, oder aus seinem o 
o Schlackendunckel quillt langsam das berückende Muschelrosarot der o 
o Malven hervor. Das Geheimnis der Farben, der kalten, schwülen, o 
o heißen, der lodernden Farben ist in diesem Schwarz enthalten. Es ist o 
o das Schwarz, das Trübner von Schuch übernahm, und das er am o 
o köstlichsten darbot in dem „Meisterwerk der N ationalgalerie aus dem o 
g Jahre 1876, dem Schuchporträt“. Es ist (dies Bild) der beste Trübner, o 
g wie Meier<-Graefe sagt, und wohl überhaupt eines der besten deutschen o 
g Bilder, wo die tiefste Farbe, das heute viel berüchtigte Schwarz, zur o 
g größten Pracht wird. □ g 
g □ Über die Herkunft der Familie Carl Schuchs hat man keine sicheren o 
g Nachrichten. Die eine Version geht dahin, daß Carl Schuchs Vater o 
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