Full text: Österreichs Barockkunst - Malerei und Plastik

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Die Salzburger Residenz ist aus einem mittelalterlichen Bau* 
körper unter den Erzbischöfen Wolf Dietrich von Raitenau (1587 
bis 1612) und Marcus Sitticus von Hohenembs (1612—1619) zum 
Regierungsgebäude des Erzbistums umgestaltet worden. Der Ge* 
bäudekomplex ist um drei Höfe gruppiert. Der Trakt, in dem 
sich im ersten Geschoß die Prunkräume befinden, wurde im Innen* 
bau durch eine Umgestaltung unter den Erzbischöfen Guidobald 
Graf Thun (1654—1668) und Franz Anton Graf Harrach (1709 
bis 1727) in die heutige Form gebracht. Er umfaßt den Konfe* 
renzsaal, die Antecamera, den Audienzsaal, das Arbeitszimmer, 
das Schatullengemach und das Schlafzimmer mit der kleinen 
Hauskapelle. Die drei zuletzt genannten Räume haben in der 
zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts mit Ausnahme der alten 
Decken ihre heutige Innengestaltung erfahren. 
Der Zugang zu den Ausstellungsräumen führt durch den 
Karabinierisaal (Stuckdecke mit Fresken von Johann Michael 
Rottmayr 1689) und den Rittersaal (Stukkos von Alberto Came* 
sina und Deckengemälde von J. M. Rottmayr 1714; Wandstukkos 
von Peter Pflauder 1781). 
Am Treppenabsatz vor dem Karabinierisaal: Bronzebüste des 
Feldmarschalls Wenzel Fürst Liechtenstein von Balthasar Ferdi* 
nand Moll (1717-1785).
	        
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