Full text: Galerie des 19. Jahrhunderts im Oberen Belvedere

  
  
  
  
Di Belvedere, Prinz Eugens großes Sommerschloß im südlichen Weinz 
berggelände vor Wien, begann Johann Lucas von Hildebrandt im Jahre 
1714 mit dem Bau des Unteren Belvederes, das 1716 vollendet war. In den 
folgenden Jahren, in denen der nach Süden sich erstreckende Terrassengarten 
entstand, ruhte die Bauarbeit bis zum Jahre 1720, dem Baubeginn am Oberen 
Belvedere. Das Schloß wurde in den Jahren 1721 und 1722 in seiner architek- 
tonischen Gesamterscheinung zu Ende geführt. Ein Chronostichon an der Altar- 
dekoration der Schloßkapelle gibt die Jahreszahl 1723 bereits für die Voll- 
endung der Malerei. Die Innenausstattung der übrigen Räume zog sich noch 
durch mehrere Jahre hin. Das Schloß gelangte 1752 aus dem Besitz der Nichte 
und Erbin Prinz Eugens, der Herzogin Victoria von Sachsen-Hildburghausen, 
an den kaiserlichen Hof. 1776 übersiedelte die Kaiserliche Gemäldegalerie aus 
der Stallburg in die Räume des Oberen Belvederes, die nach der Ende der Acht- 
zigerjahre des 19. Jahrhunderts erfolgten Überführung der Galerie in das 
Kunsthistorische Museum Wohnzwecken des kaiserlichen Hauses dienten. 
Als monumentale Steigerung des unteren Baues am Rennweg erscheint das 
Hauptschloß auf der Gartenhöhe: eine zur vollen Gartenbreite entwickelte 
Architekturfront, die mit ihrer bewegten Dachsilhouette künstlerisches Zentrum 
der großen Gesamtanlage und zugleich Abschluß des Gartens im Süden ist, 
wie das Untere Belvedere das Gartenrechteck nach dem Norden begrenzt. Das 
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