Full text: Galerie des 19. Jahrhunderts im Oberen Belvedere

  
  
108. SELBSTBILDNIS DES KÜNSTLERS. Brustbild vor dunkelweinrotem Hintergrund in 
braunem Rock und silbrigzweißem Hemd. Schwarz mit graublauen Schatten in Haar und 
Krawatte; gelblichgraues Inkarnat. 
Leinwand. Höhe 0:63 m, Breite 0:50 m. Bezeichnet links oben: A. Feuerbach s(e) ips(um) R(omae)71. 
Allgeyer-Neumann Nr. 537. Uhde-Bernays (Klassiker der Kunst XXXINM) Nr. 150. Eine Variante, nach 
links gewendet und 1875 datiert, in der Münchener Neuen Pinakothek. Widmung der Frau Rosa von 
Gerold. an die Kaiserliche Gemäldegalerie, 1907. (Abb. S. 57). 
FISCHER JOHANN MARTIN FISCHER, geboren 2. November 1741 in Bebele (Allgäu), 
gestorben 27. April 1820 in Wien. Kam 1760 nach Wien zu Tabota und lernte von 
1762 bis 1767 bei Jakob Schletterer. Wurde 1785 Mitglied, 1786 Professor an der Wiener Akademie. 
Schuf 1798 den Mosesbrunnen auf dem Franziskanerplatz, 1804 den Leopolds- und Josephsbrunnen am 
Graben und war als Grabmalplastiker tätig. 
109. ORESTES UND PYLADES AM GRABE AGAMEMNONS. Orestes mit der Kanne als 
Opfernder, sein Freund mit dem Schwert, das die bevorstehende blutige Rache andeutet; vor 
ihnen Nike, den Sieg über die Feinde (Aigisthos und Klytaimnestra) verheißend; hinter ihnen 
die Statuette Apollons. . 
Bleirelief. Höhe 0:44 m, Breite 0:85 m. Ein Gipsrelief des Künstlers im gleichen Format mit der Dar- 
stellung des Orestes und Pylades war 1786 auf der Akademieaustellung ausgestellt. Übernommen aus 
dem Österreichischen Museum für Kunst und Industrie, 1922. (Abb. S. 234.) 
110. ORESTES UND PYLADES IN TAURIS, vom skythischen Sklaven gefesselt zur 
Opferung geführt. Iphigenie erkennt sie und greift ans Herz. Unter dem Baum mit den ge- 
opferten Menschenköpfen die Statuette der Artemis. 
Bleirelief. Höhe 044 m, Breite 0:85 m. Die Komposition geht auf einen Stich Marc Antons nach einem antiken 
Relief zurück. Übernommen aus dem Österreichischen Museum für Kunst und Industrie, 1922. (Abb. S. 235.) 
FI SCHER JOSEF FISCHER, geboren 30. Januar 1769 in Wien, gestorben 5. September 1822 
in Wien. War seit 1783 Schüler der Akademie unter Brand und Schmutzer, bereiste 
Ungarn, Galizien und die Schweiz und ließ sich 1802 in Paris nieder, wo er die Bekanntschaft des Fürsten 
Nikolaus Esterhäzy machte, der ihn 1803 nach London mitnahm. 1804 nach Wien zurückgekehrt, wurde 
er vom Fürsten Esterhäzy zum Inspektor seiner Galerie und Kupferstichsammlung ernannt und widmete 
sich seither fast ausschließlich dieser Tätigkeit. 1815 wurde er Mitglied, 1821 Professor der Landschafts- 
zeichnung und Radierung an der Akademie, 
111. ANSICHT DER HAUPT: UND RESIDENZSTADT WIEN VOM STANDPUNKTE 
BEY NUSSDORF. Die große braungrüne Baumkulisse über der (noch heute zum Teil er- 
haltenen) Mauer mit Schwibbogen faßt im Vordergrunde den landschaftlichen Prospekt: über 
dem grünen Gelände mit der Stadt am Horizont und der lichten Donau steigt das helle 
Morgenlicht in den blauen Himmel. . 
Leinwand. Höhe 1:69 m, Breite 2:36 m. Erworben für die Kaiserliche Gemäldegalerie auf der Akademie- 
ausstellung 1822. (Abb. S. 58.) 
FRIEDRICH CASPAR DAVID FRIEDRICH, geboren 5. September 1774 in Greifswald, 
gestorben 7. Mai 1840 in Dresden. Zunächst beim Zeichenlehrer Quistorp in 
Greifswald. 1794 Schüler der Kopenhagener, 1798 der Dresdener Akademie. Hier trat er 1802 mit Runge 
und dem Kreise der Romantiker, 1805 mit Ferdinand Olivier, später mit Dahl in enge Berührung. Ab- 
gesehen von Reisen in seine Heimat, nach Rügen, in den Harz und in das Riesengebirge blieb er dauernd 
in Dresden, wo er 1824 zum Professor an der Akademie ernannt wurde, 
112. BLICK AUS DEM ATELIER DES KÜNSTLERS in Dresden auf dıe Elbe. Linkes 
Fenster. Auf dem Brief im Fenster die Adresse: Dem Herrn C. D. Friedrich in Dresden. 
Sepiazeichnung auf Papier. Höhe 0:31 m, Breite 024 m. Bezeichnet auf der Rückseite: Wohn- und 
Arbeitszimmer am Elbberge, wo die Witwe des Künstlers noch 1844 wohnt. Widmung der Kunsthandlung 
Gustav Nebehay, 1916. (Abb. S. 59.) 
113. BLICK AUS DEM ATELIER DES KÜNSTLERS in Dresden auf die Elbe. Rechtes 
Fenster. 
Sepiazeichnung auf Papier. Höhe 0:31 m; Breite 0:24 m. Widmung der Kunsthandlung Gustav Nebehay 
1916. (Abb. 8, 59.) 
XXX 
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