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MENZEL ADOLF VON MENZEL, geboren 8. Dezember 1815 in Breslau, gestorben 9. Fe-
bruar 1905 in Berlin. Kam 1830 nach Berlin, 1833 vorübergehend Schüler der Gips-
klasse der Berliner Akademie. Bildete sich selbständig im Anschluß an die Werke von Schadow und Krüger.
Reisen nach Paris (1855, 1867, 1868), Verona (1880, 1881, 1883), Süddeutschland (München, Kissingen) und
Österreich (Prag, Innsbruck, Salzburg, Gastein, Wien 1871, 1873). Tätig in Berlin.
233. DER ESTERHÄZY-KELLER IN WIEN. Das Kellergewölbe in dunklen, ockerfarbigen
und graubraunen Tönen, die Gestalten in Karminrot, Asphaltbraun, Graugrün und gelblichem Weiß,
Leinwand. Höhe 0:22 m, Breite 0:29 m. Bezeichnet rechts unten: Menzel 71, Tschudi Nr. 139. Er-
worben 1916. (Abb. S. 109.)
MICHALO WW 7S KI PIOTR (PETER) VON MICHALOWSKI, geboren 25, Juni 1800
in Krakau, gestorben 9. Juni 1855 in Krakau. Ging 1832 nach Paris
ins Atelier Charlets und später für kurze Zeit nach London; tätig in Krakau und auf seinen Gütern in
Galizien.
234. ROTE ULANEN. Ein Zug Ulanen mit Offizier und Trompeter reitend. Zinnoberrote
Uniformen und Schabracken, rot-blauzweiße Fähnchen; blaugrauer Himmel mit weißem Gewölk.
Leinwand. Höhe 0:50 m, Breite 0:63 m. Erworben 1914. (Abb. S. 113.)
235. BLAUE HUSAREN. Ein Zug Husaren reitet an dem vom Rücken gesehenen Offizier
vorbei. Blaue Uniformen mit schwarzen Hosen, zinnoberrote Schabracken; blaugrauer Himmel
mit weißem und violettbraunem Gewölk.
Leinwand. Höhe 0:60 m, Breite 0:71 m. Erworben 1914. (Abb. S. 113.)
236. PFERDEMARKT. Vorführung eines Schimmels vor zwei Käufern, zwei Schimmel im
Stand angehalftert. Braun im Raum umschließt das Silberweiß der Pferde und das Blau und
Braunrot der Mäntel der Männer.
Leinwand. Höhe 0:48 m, Breite 0:63 m. Erworben 1914. (Abb. S. 112.)
MI LLETI JEAN FRANCOIS MILLET, geboren 24. Oktober 1814 in Gruchy (Normandie),
gestorben 20. Januar 1875 in Barbizon. Begann seine Studien in Cherbourg und kam
1837 an die Pariser Akademie als Schüler von Delaroche. 1849 ließ er sich mit dem ihm befreundeten
Tiermaler Charles Jacque in Barbizon bei Fontainebleau nieder, wo er mit Theodore Rousseau die
Künstlerkolonie gründete.
237. DIE EGGE. Rabenschwärme im bleigrauen, von orangefarbigem Licht erhellten Himmel,
im Hintergrund aufsteigend die Silhouette des baumbestandenen Hügels mit der Turmruine;
davor in breiten Streifen die braune, bleigrau belichtete Ebene der Stoppelfelder mit Egge
und Pflug, umkreist von schwarzen Raben.
Leinwand. Höhe 0:60 m, Breite 0:73 m. Bezeichnet rechts unten: J. F. Millet. Entstanden 1866. >»Ich
muß gestehen, daß in dieser düsteren Jahreszeit alles in der Natur auf mich ergreifend wirkt, und das
ist eine große Entschädigung für die wenigen Tagesstunden, die man für die Arbeit hat. Ich möchte diese
Eindrücke um alles in der Welt nicht missen und um keinen Preis den Winter im Süden zubringen.
O Schwermut der Felder und Wälder! Ich würde zuviel entbehren, hätte ‚ich dich nicht!« (Millet an Sensier,
Dezember 1866). Erworben 1924. (Abb. S. 114.)
MOLL CARL MOLL, geboren 283. April 1861 in Wien. Studierte 1880 und 1881 an der Wiener
Akademie unter Griepenkerl. Trat 1881 in freundschaftliche Beziehung zu Jakob E. Schindler,
mit dem er elf Jahre in Wien und Plankenberg tätig war. Unternahm 1892 eine Reise nach Lübeck zu
Gotthard Kuehl und begründete 1897 in Gemeinschaft mit Bernatzik, Engelhart, Hoffmann, Klimt und
Olbrich die »Secession«.
238. DER NASCHMARKT IN WIEN. Silbriges Licht fällt durch die grauen Wolken des
Himmels nieder auf die graubraunen Architektursilhouetten, die olivgrüne Baumallee und die
braungelben Marktschirme. Die bunten Farben des Marktes, Grün, Gelb und Blau, in silbrigem
Ton gebunden. |
Leinwand. Höhe 0:86 m, Breite 1:19 m. Bezeichnet links unten: C. Moll 1894. Erworben 1894.
(Abb. S. 116.)
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