Full text: LVI. Ausstellung der Wiener Secession - Deutsche Künstler aus den Sudetenländern. HörmannStiftung. M. Liebenwein. O. Schimkowitz

und Leiden nicht beirrter Glaube an die schöpferischen 
Kräfte. Dieser Glaube ist dreifach ausgedrückt: Durch 
die Giebelinschrift — von der verschiedene Fassungen 
vorgelegt werden — durch die großen Statuen in der 
Mittelachse des Tempels und durch einen Glasbilder- 
zyklus. In der Mitte des Mlittelschiffes soll eine 8 m 
hohe Bronzefigur einer Mutter mit einem Kinde thro- 
nen, durch Silber- und Goldeinlagen und Ornament- 
streifen in Glasfluß angemessen geziert, die über das 
Totenreich hinwegblickt auf den Verklärten, den 
Zukunftsmenschen. Das Totenreich wird versinnbildet 
durch ein. Fußbodenornament aus Grabplatten, 
Blumenkränzen und blutroten Kreisen. Der Ver- 
klärte ist durch die weisse Marmorstatue eines auf- 
schwebenden Jünglings dargestellt, mit dem bunten 
Marmorsockel 14 m hoch; er steht in jener Kapelle, 
welche das Mlittelschiff fortsetzt. Die Bilder wollen 
diese Idee des Aufstiegs nach dem Niedergang, der 
Auferstehung zu neuem Leben trotz allen Erden- 
jammers in epischer Breite entfalten. Die zerstörenden 
und schöpferischen Kräfte, in den Göttern und 
Heiligengestalten der antiken und christlichen Vor- 
 
	        
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