Full text: XCII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession - schwedische Kunst

VORWORT 
Mit Dankbarkeit und Interesse hat man in Schweden die Einladung, 
die seitens der Secession an die Künstler Schwedens gerichtet wurde, in 
Wien auszustellen, aufgenommen. In Österreich heißt es, daß man nicht 
vergißt, daß Schweden der Freund der Österreicher gewesen ist und bleibt. 
Dies beantworten wir von schwedischer Seite damit, daß wir in Schweden 
seit langen, langen Zeiten gelernt haben, Österreich als eine der höchst- 
stehenden Kulturnationen Europas zu schätzen. Wir im Norden vergessen 
nicht, welche Bedeutung inspirierende Studien in Wien für uns gehabt 
haben; zu unseren schönsten Erinnerungen rechnen wir Andachtstunden 
von Musikgenuß und Begeisterung vor hervorragenden Kunstsammlungen, 
die wir während des Aufenthaltes in Österreich erlebt haben, wir ver- 
gessen auch nicht den vornehmen Takt und die ethische Höhe, die sich 
gezeigt hat, als wir die Freude gehabt haben, mit Vertretern und Freun- 
den des uns, geographisch gesehen, verhältnismäßig entfernten Landes in 
Verbindung zu kommen. Bei vielen Ausstellungen außerhalb der Lan- 
desgrenzen ist Österreich als Pfleger und Leiter des noblen Geschmackes 
in mehreren Kunstzweigen aufgetreten. Für jeden Freund echter Kunst 
ist es eine Freude festzustellen, daß Österreich noch immer seinen hohen 
Standpunkt in kultureller Beziehung beibehält. 
Da jetzt die Künstler Schwedens in die Lage gekommen sind, von 
den Sälen der berühmten „Secession“ Besitz zu ergreifen, geschieht dies 
mit Dank für freundliches Gedenken, mit Achtung für den hohen Stand 
der österreichischen Kunst und mit einem herzlichen Wunsch, daß in der 
Zukunft ein brüderlicher Austausch von kulturellem Interesse und Streben 
Österreich und Schweden immer näher zusammenführen möge. 
Dies ist nicht das erstemal, daß schwedische Kunst die Ehre hat, 
nach Wien eingeladen zu werden, Zu wiederholten Malen hat man 
früher, sowohl in der „Secession“ wie im „Hagenbund“, unserer Kunst 
einen wohlwollenden Empfang bereitet, das letzte Mal im Jahre 1902. 
Diese Ausstellung ist unsere erste in Wien seit den schicksalschweren 
Kampfijahren. 
 
	        
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