Full text: XCII. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession - schwedische Kunst

meistbegehrten Porträtmalern und hat mehrere dekorative Aufgaben in 
Stockholm glücklich gelöst. Unter den Porträtmalern nimmt auch Emil 
Osterman einen besonders hervorragenden Platz ein. Unter seinen vielen 
superben Bildern kommen solche wie von dem verstorbenen König 
Oscar II. und von dem jetzt regierenden König Gustav V. vor. 
Eine vollständig persönliche Entwicklung kennzeichnet die Kunst 
Carl Wilhelmsons. Teilweise sich auf die Technik des Pointellismus 
stützend, hat seine Ausdrucksweise gewonnen, Sein Stil geht oft gegen 
das Dekorative und gerne gibt er etwas von der nordischen Schrotftfheit, 
sowohl bei der Landschaft wie bei den in dieselbe hineinkomponierten 
Figuren. Als Vorboten einer extremen Malerei kamen die Aufsehen er- 
regenden Bilder von Gösta von Hennigs, Agueli und Isaac Grünewald 
in die schwedische Malerei, So haben sich etwa um 1908 die ersten 
Ansätze von Expressionismus bei uns geltend gemacht. Später hat 
diese Bewegung, oft stark beeinflußt von in Paris und überall vor- 
kommenden ÄAusserungen, an Stärke und Klarheit zugenommen und 
dabei immer danach gestrebt, sich von fremden Einflüssen frei zu machen. 
Man kann beobachten, wie ein und derselbe Künstler sowohl seine Art 
zu sehen wie seine Technik änderte. 
Diese Ausstellung umfaßt recht viele Namen und die Mehrzahl 
wird durch einige wenige Arbeiten vertreten. Die Auswahl wurde in 
der Weise getroffen, um die Persönlichkeiten, die Unabhängigkeit der 
jungen Künstler hervorzuheben. So wird der aufmerksame Beobachter 
ohne Zweifel finden, wie Individualität und Freiheit die Jungen beseelen. 
Bekannt sind schon Ewald Dahlskog, Per Mansson, Berti Nordström, 
Johanson Thor, Trolle Edwin Ollers, Martin Aberg, Olle Agren. Bei 
einem Teil von den Jüngsten kann man mit einem gewissen Erstaunen 
ein Zurückgehen auf die Richtung der achtziger Jahre feststellen. So 
vergleiche man z. B. Brobergs, Oscarssons und Ollers Bilder mit einem 
Teil der hier gezeigten Malerei aus den achtziger Jahren. Wenn Frau 
G. Kallstenius als ein guter Kkoloristischer Vertreter aus den neunziger 
Jahren hervortritt, so haben wir andrerseits drei weibliche Künstler, die 
Frauen Mollie Faustman, Hjerten-Grünewald und Frl. Ragnhild Nordensten, 
welche sich mutig auf den Expressionismus geworfen haben. Ein ganz 
individueller Maler ist Oskar Bergman, auch er ein begeisterter Darsteller 
 
	        
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