Full text: Der Katalog der Wiener Kunstausstellung vom Jahre 1777

  
  
198 
Anmerkungen. 
Gemälde. 1. Johann G. (1725— nach 1800), seit 1757 Mitglied der Akademie. M. Dreger, Bau- 
geschichte der k.k. Hofburg in Wien. (Österr. Kunsttop. XIV) bespricht eine Gruppe von Entwürfen zum 
Ausbau der Burgfassade aus der Regierungszeit Kaiser Leopolds I, darunter ein „J. Gfall‘“ signiertes und 
1796 datiertes Projekt in der Fideikomiß-Bibliothek (Abb. a. a. O, 339). Das 1777 ausgestellte Gemälde zeigt, 
das die Pläne bereits in vorleopoldinische Zeit zurückgehen. — 2. Josef P. (1752—1806), Architektur- und 
Theatermaler. — 8. Vinzenz F. (1729—1810), seit 1760 Mitglied, seit 1764 Professor an der Akademie. — 
9. Gabrielle Beyer, geb. Bertrand 1730—1790), seit 1771 Mitglied der Akademie. Blumen- und Genremalerin; 
war die Gattin des Bildhauers Beyer. — 10. Johann Georg Weikert, geb. 1745. De Luca, S. 358. — 11. Felix 
Ivo L. (1727—1812). Nach der Erwähnung bei der Luca von E. Jelonek mit der. (Meidinger zugeschriebenen) 
„Hl. Theresia“ in der Theklakirche auf der Wieden identifiziert. (Vergl. „Das Kuhländchen‘“, Geschichts- 
u. Kulturbilder aus alter u. neuer Zeit, VII. Band, 2. Folge, S5t). Wahrscheinlicher das im gleichen Jahre 
gemalte — heute verschollene — Altarblatt für die Trattnerische Hauskapelle. (Kais. königl. Realzeitung, 
25. XI. 1777, S. 546). — 13. Cimbal (Zimbal). Es gab zwei Maler dieses Namens. Vergl. H. Tietze in Thieme- 
Beckers Künstlerlexikon, VI. 604, Eine andere Aufteilung der Werke durch H. Pemmer in „Die Landstraße 
in alter. u. neuer Zeit‘, S. 175 ff. — 14, Über‘ die drei Maler Meidinger herrscht in der Literatur arge Ver- 
wirrung. Eingehendere Mitteilungen über die Künstlerfamilie bereitet der Verfasser vor. — 22. Johann 
Nepomuk St. (1725—1792). — 283. „Kin Blumenstock, zusammengesetzet aus Conchilien“ war 1774 ausgestellt. 
Nach A. Trost (Monatsblatt d. Vereins f. Gesch. d. Stadt Wien, VII, S. 102) vielleicht von dem „Verzierungs- 
bildhauer‘“ Wenzel Ecker oder Egger, Mitglied der Akademie seit 1757. Eine anscheinend ähnliche Arbeit 
ist im Inventar Isabellas von Parma v.J. 1760 als „1 bouquet de coquillage de mer‘ verzeichnet. (Jahrb. 
d. kunsthist. Sammlungen d. allerh. Kaiserh. XXIV, 2. Teil, Reg. 19.308). — 30. Josef H. (1728—1786), Schüler 
Trogers an der Akademie und sein Mitarbeiter an den Fresken in der. Mariahilferkirche. Eine weitere 
Nachahmung eines Reliefs im Vorrate des Kunsthistorischen Museums. (Nr. 1580)... — 31. Franz L. (1723— 
1783), Maler und Kupferstecher. — 32. Hubert M. (1783—1818), seit 1785 Professor. — 33. Johann Christian B. 
(1723—1795), kais. Hofmaler, seit 1769 Mitglied der Wiener Akademie. — 41. Johann Daniel D. (1744—1830), 
Porträtmaler. — 45. Martin K. (1725—1804), seit 1791 Ehrenmitglied der Akademie, J. Popp, Martin Knoller, 
Innsbruck 1905, S. 131, Verzeichnis der verschollenen Bilder Nr. 7. — 51. Ein „M. Brand“ ist unbekannt: 
Vielleicht bedeutet das „M‘ nur „monsieur‘“. — 61. Schwerlich in Querformat, wie der Katalog angibt. 
Ein „Johannes der Täufer“ von Steiner in der Kirche zu Wilenz. (Wurzbach, Biogr. Lexikon. XXXVIII, 69 £.). 
Die Pfarrkirche zu Mährisch-Weißkirchen besitzt eine „Taufe Christi‘ von Steiner. (Bartovsky, Hranice. 
1924, p. 160). — 65. Johann Christian S, (1761—1799), Maler und Bildhauer. Wurzbach, Biogr. Lexikon, 
XXVIII, 175). — 79. Wahrscheinlich Josef Sch., doch kämen auch andere Mitglieder der Künstlerfamilie in 
Betracht. — 82. Johann Karl A. (1723—1788?). — 84. Ein Anton und ein Franz Hickels werden 1766 als 
Schüler Schmutzers angeführt. 1790 war ein Porträt von einem Maler Hickel ausgestellt. — 86. Wahrscheinlich 
der Freskomaler Josef von Pichler, der im Alter Blumen malte. (1730—1808.) Vergl. Wurzbach, Lex. XXII, 
S. 241,—119. Franz Kaspar S. (1715—1795), seit 1759 Mitglied der Akademie. Basreliefs imitierende Bilder 
in zahlreichen Sammlungen, vergl. Frieberger in Frimmels Blättern f. Gemäldekunde, III, S. 189. — 121. 
. Anton Franz Maulbertsch. (1724—1796), 1759 Mitglied, 1770 Rat der Wiener Akademie. Vielleicht das Bild 
im Landhaus zu Brünn v. J. 1777, das bei Wurzbach genannt ist. Das ausgestellte Bild erwähnt bei de 
Luca und Dlabacz; danach von Benesch (Städeljahrbuch III—1V) mit den radierten Genredarstellungen 
Maulbertsch in Beziehung gebracht, was durch die Katalogangabe „Tableau allegorique“ hinfällig wird. — 
123. Sowohl Christoph wie Ignaz U. kommen in Betracht. — 128. Schwerlich Ignaz Alberti (1760—1794), ı 
der 1782 noch Schüler war. (Lützow, Geschichte d. Akademie, S. 67, Anm. 4). — 129. Traunfellner, Jakob 
(1742—1800). — 133. Michael W. (1738? —1822). — 137. Vielleicht, der Maler Andreas H., der 1817 in Laibach 
starb. (Thieme-Becker, XVI, 545). — 148. Aug. Friedr. Oelenhainz. (1745—1804.) 
Stiche. 1. Quirin M. (1753—1811). — 2. Ein Baron Kettler wird als Förderer Jakob Schmutzers 
genannt (Füssli, Annalen, Wien 1804, I. Th., S. 144). Der bei Artaria erschienene Stich kostete 40 kr. Inserat 
im Nachtrag zum Wiener Diarium Nr. 57 v. J. 1777, — 4. Nach einer Zeichnung von Rubeus in der Sammlung 
des Fürsten von Galliein. Preis des Stiches: 45Xr. (Inserat a. a. O0.) — 5. Carl C. (1740—1795), anfangs 
Maler, dann Stecher, — 7. Johann Ernst M., (1738—1796), Kupferstecher, Schüler Schmutzers: — 9. Johann 
Veit K. (1741—1816), seit 1771 Mitglied der Akademie. .,Die hl. Magdalena, nach Reni‘“ (1776) ist bei Wurzbach 
erwähnt. — 11. Jakob Sch. (1733—1811). — 12. Johann J. (1733—1797). 
Zeichnungen. 3. Friedrich Heinrich F. (1751—1818), seit 1795 Direktor der Akademie. — 4. Franz 
L. (1738— um 1809), Maler und Kupferstecher. — 5. Gottlieb N. (um 1750—?), Architekt. — 8. Johann Feigl, 
Kupferstecher. Bis 1780 nachweisbar. (Nagler.) 
Skulpturen. 1. Wilhelm B. (1725—1806). Eine Marmorbüste eines Satyrs in der Wiener Akademie 
(Tietze-Conrat, Österr. Barockplastik, Abb. 83). — 4. Anton Mathias Josef D. (1713—1779), seit 1747 Mitglied 
der Akademie. Von ihm das sog. Nachtzeug der Kaiserin Maria Theresia im Kunsthistorischen Museum. — 
6. Keiner der bei Thieme-Becker angeführten Künstler dieses Namens. Die Apotheose Karls VI. von Donner 
im Wiener Barockmuseum. — 7. Christian Vinazer (1709—1782). Wahrscheinlich das bei Wurzbach erwähnte 
Relief, — 8. J. G. Dorfmeister (1736—1786). — 11. Thomas L. 1786 stellte er ein Alabasterrelief, den König 
von Preußen darstellend, aus. — 12, Vielleicht von dem Maler Kollonitsch, vergl. A. Trost, Monatsblatt VII, 
S. 102. — 15. Josef Dusold, Bildhauer, geb. 1750, Besuchte die Wiener Akademie. Thieme-Becker, X, 229. — 
17. Franz Z. (1746—1822). 1776 bis 1781 weilte er in Rom, von wo er den Apollo Mai 1777 nach Wien 
sandte, Die Figur wurde in der Akademie gegenüber dem Ratssaal aufgestellt. Heute verschollen. H,. Burg, 
Der Bildhauer Zauner, Wien 1915, S.36, 
Miniaturen. Vergl. Leisching, Die Bildnisminiatur in Österreich, Wien 1907, S. 70. 
 
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.