Full text: 268. Ausstellung – Oesterreichischer Kunst-Verein in Wien – Juni 1876

  
  
  
   
   
    
  
   
  
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zu züchtigen, das war ihr Denken. Frauenlist findet Mittel und Wege zu dem, 
was sie ausgesonnen. Den grauen Mantel umgeschlagen , schlich sie herunter, 
es brauchte keiner besonderen Täuschungen. Der Klosterbruder schlie[ als 
wie ein Gerechter, Hätte er nicht geschlafen, so hätte ihn die Griechin durch 
einen Spuk scheu gemacht, so war ihr Plan.« (Scheff. Ekk. 21. Cap.) 
Carton von Julius Benczur in München. 
Ekkehard’s Abschiedsgruss. 
»Sie hob das wundersame Geschoss auf. Nicht Feindeshand hatte 
‘es dem Bogen entschnellt, feine Blätter Pergaments waren um den Schaft 
gewunden, die Spitze umhüllt mit einem Kränzlein von Wiesenblumen. ‚Sie 
löste die Blätter und kannte die Schrift. Es war das Waltarilied. Auf dem 
ersten Blatt stund mit blassrothen Buchstaben geschrieben: Der Herzogin 
von Schwaben ein Abschiedsgruss ! und dabei stund der Spruch des Apöstels 
Jacobus: Selig der Mann, der die Prüfung bestanden ! Da neigte die stolze 
Frau ihr Haupt und weinte bitterlich.« (Scheff.. Ekk, 25. Cap.) 
Carton von A, Liezen-Mayer in München. 
' 837--68. König Herbert in Niederlössnitz bei Dresden. 
„Die vier Jahreszeiten.“ 
-(Cyklus in 82 Bildern.) 
87—44. I. „Frühling.“ 
37. Noch intrignirt der Winter gegen die Frühlingssonne. 
38. Er hält die erste Lerche gefangen. 
39. Und-verbietet dem ersten Veilchen zu blühen, 
40. Bis ihn ein warmer Regen wegschwemmt. 
41. Was dukt ihr euch, Kinder? der darf nicht mehr schiessen. 
42, Frühling im Krankenzimmer. 
43. Winter im Frühling. 
44: Des Lebens Mai blüht einmal — und nicht wieder. 
45—51. IT. „Sommer,‘* 
45. Der Angler urd die Libelle, 
46. Ein Herr, der eine Sommerwohnung sucht. 
47, Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen. 
48. Der Segelfalter. 
49. Das grosse grüne Heupferd. 
50. Ein Sommernachtstraum. 
51. Der Frauenmantel. 
52—58, III. „Herbst.“ 
52. Mostfreuden. 
53. Nun ist es Herbst. 
54. Alles wird kahl. - 
55. Aha — die Herbstmanöver beginnen. 
56. Die langen Abende rücken an. 
57. Herbst des Lebens. i 
58. Treulich bringt ein jedes Jahr welkes Blatt und welkes Hoffen. 
59—68. IV. „Winter.“ 
59. Ein kaltes Bett. 
60. Ein warmes Belt. 
  
    
 
	        
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