Full text: Die Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens bringt am Montag 15. und Dienstag 16. Dezember 1902 Werke ihrer Mitglieder durch den Sachverständigen Kunsthändler C. J. Wawra zur öffentlichen Versteigerung im Künstlerhause I. Karlsplatz 5

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VORREDE. 
Das Vorwalten rein künstlerischer Prinzipien 
beim Arrangement von Kunstausstellungen 
der letzten Jahre, als logische Reaktion gegen 
den bis dahin fast ausschließlich markt 
mäßigen Charakter solcher Veranstaltungen, 
hat eine wesentliche Beschränkung der aus 
zustellenden Werke mit sich gebracht. Der 
Besuch solcher Ausstellungen ward zum 
Genüsse, gibt aber dem Kauflustigen we 
niger Gelegenheit, seinem Geschmack fol 
gend, wählen zu können. Diesem zweifel 
losen Übelstande bot in den großen Kunst 
zentren deren reges Kunstleben genügend 
Gegengewicht; insbesonders aber scheint 
die öffentliche Versteigerung von Kunst 
werken den modernen wirtschaftlichen 
Verhältnissen derart günstig zu entsprechen, 
daß sich dieselbe eingebürgert, ja manchen 
orts zu absolutem Bedürfnisse entwickelt 
hat. Jedenfalls ist sie für den produzieren 
den Künstler, der auch seine materielle 
Lage im Auge zu behalten gezwungen ist, 
ein Faktor von Bedeutung, ln Erwägung 
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